Gedanken zu Google+

Einer von tausenden Posts zum neuen Dienst von Google an diesem Wochenende – aber trotzdem will ich meine Gedanken dazu niederschreiben.

Google’s dritter Versuch ein soziales Netz aufzubauen vereint Elemente aus dem Versuch mit Google Buzz (der Feed sieht ähnlich aus) und Wave (rate welche Freunde schon eine Einladung haben…) und ist dabei doch um ein Vielfaches einfacher zu nutzen als beide zusammen.

Ich mag Google+ bisher, keine Frage. Die Freundeslisten sind einfach anzulegen, dass Design ist ordentlich und aufgeräumt und es ist einfach Inhalte mit Leuten zu teilen. Soweit, so gut – aber mir fehlt die Möglichkeit meine Kontakte von facebook und twitter direkt finden zu können. Jeder Social Web Dienst hat diese Integration – nur Google natürlich nicht, vermutlich, weil es die direkten Konkurrenten sind. Doch für die Benutzer ist es mühsam… Mir fehlt leider auch eine Übersicht, welche meiner Kontakte aus dem Adressbuch in Gmail bereits bei Google+ sind – auch das wäre für mich schonmal ein guter Hinweis. Nur wiederspricht das natürlich der Art, wie sich Google anscheinend das Einladen von Leuten vorstellt: Durch Posts, die man mit Freunden teilt, selbst wenn sie nicht bereits bei Google+ sind – wollen sie jedoch antworten, müssen sie sich für Google+ registrieren. Sneaky – nur will ich nicht Freunde, die nicht bei Google+ sind mit Messages zuspamen….

Aber natürlich ist Google+ erstmal sowieso nur eine Beta, viel wird sich noch tun (hoffe ich mal ;) )und ob es sich durchsetzen kann, muss sich auch noch zeigen. Viele vergleichen Google+ natürlich mit facebook – für mich leben die beiden jedoch parallel, nicht entweder oder. Ja, ich gehöre tatsächlich zu den Menschen, die auf facebook nur private Kontakte haben und nur Menschen, die ich tatsächlich schon einmal im richtigen Leben kennen gelernt habe. Shocking, ich weiß.

Google+ hingegen eignet sich besser dazu eine halb offene Plattform zu sein mit seinen Kreisen – hier kann ich sowohl öffentlichen Content platzieren oder ihn einfach für eine Teilgruppe meiner Bekanntschaften nutzen. Das würde bei facebook natürlich auch gehen, ich nutze facebook aber einfach nicht so. Aber natürlich wird es letztendlich davon abhängen, wie die meisten Leute die beiden Plattformen nutzen – und facebook hat natürlich den Vorteil, dass die meisten Freunde und Menschen bereits registriert sind und einen gewissen Lock-in erreicht hat.

But only time will tell…

2 Comments

  • Wie ist denn dein Fazit nach einigen Monaten Nutzung?

    • Ich habe noch keine wirkliche Nutzung dafür gefunden – wobei es gerade bei Fotografen aktuell eine sehr breite Verbreitung hat und zeigt, dass Flickr wohl hier immer mehr an Boden verliert. Aber mir ist es zu unübersichtlich um einigen hundert Fotografen zu folgen. Auch fehlt mir eigentlich eine logische Richtung bei der Einteilung der Leute – ich müsste allen Fotointeressieren in einem Foto-Circle folgen um diesen Leuten meine Fotos zu teilen – andernfalls muss ich es öffentlich machen und es sehen vermutlich viele, die meine Foto-Updates vielleicht gar nicht interessieren. Ich glaube hier ist einfach ein gedanklicher Fehler im Einteilungssystem der Circles – warum kann ich nicht angeben, wofür ich mich interessiere und man gibt bei einem Post das Themengebiet an und nur interessierte bekommen den Beitrag?

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